Pallade Veneta - Frankreich und Algerien nähern sich nach Dauerkrise wieder an

Anzeige Bild

Frankreich und Algerien nähern sich nach Dauerkrise wieder an


Frankreich und Algerien nähern sich nach Dauerkrise wieder an
Frankreich und Algerien nähern sich nach Dauerkrise wieder an / Foto: Sébastien DUPUY - AFP/Archiv

Frankreich und Algerien haben sich nach einer monatelangen diplomatischen Krise wieder einander angenähert. Beide Länder wollten in Sicherheitsfragen und bei der Einwanderung wieder zusammenarbeiten, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung nach einem Telefonat von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit seinem algerischen Kollegen Abdelmadjid Tebboune. Dabei habe Macron Tebboune auch erneut um die Freilassung des algerischen Schriftstellers Boualem Sansal gebeten, teilte der Elysée-Palast mit.

Anzeige Bild

Textgröße ändern:

Der 80-Jährige war wegen eines Interviews, in dem es um die Grenzen Algeriens ging, zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Macron bat Tebboune um eine "Geste der Barmherzigkeit" angesichts des Alters und des Gesundheitszustands des Schriftstellers, der die französische und algerische Staatsangehörigkeit hat.

Das Gespräch der beiden Präsidenten fiel vermutlich nicht zufällig mit dem muslimischen Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan zusammen. Die persönliche Verbindung der Präsidenten und die gemeinsamen strategischen Interessen erforderten die Wiederaufnahme eines "Dialogs auf Augenhöhe", heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Die jüngste Krise hatte sich unter anderem an der Weigerung Algeriens entzündet, Algerier ohne Bleiberecht aus Frankreich zurückzunehmen. Sie spitzte sich zu nach dem Messerangriff eines Algeriers in Mülhausen, bei dem ein Mensch getötet wurde. Frankreich hatte nach Angaben des Innenministers Bruno Retailleau zehn Mal versucht, ihn des Landes zu verweisen, aber Algerien habe sich jedes Mal geweigert, ihn aufzunehmen.

Das Verhältnis war zudem angespannt, seit Macron im Juli 2024 einen marokkanischen Autonomieplan für die umstrittene Westsahara unterstützt hat.

Beide Präsidenten einigten sich nun grundsätzlich darauf, sich zu einem ungenannten Termin persönlich zu treffen. Am 6. April wird Außenminister Jean-Noël Barrot in Algerien erwartet.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Verfassungsgericht in Südkorea bestätigt Absetzung: Präsident Yoon des Amtes enthoben

Der wegen seiner Ausrufung des Kriegsrechts entmachtete südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol ist endgültig des Amtes enthoben worden. Das Verfassungsgericht des asiatischen Landes bestätigte am Freitag einstimmig die Absetzung Yoons, für die bereits das Parlament gestimmt hatte. Damit muss innerhalb von 60 Tagen eine Präsidentschaftswahl abgehalten werden. Yoon hatte Südkorea mit seiner Ausrufung des Kriegsrechts vor vier Monaten in eine tiefe politische Krise gestürzt.

Urteil in Korruptionsprozess gegen frühere Berliner Senatorin Kalayci erwartet

Im Korruptionsprozess gegen die ehemalige Berliner Arbeits- und Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wird am Freitag (09.30 Uhr) das Urteil erwartet. Zuvor ist nach Gerichtsangaben noch das Plädoyer der Verteidigung geplant. Die Staatsanwaltschaft forderte in der vergangenen Woche eine zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafe und eine Geldstrafe von 36.000 Euro.

Baby mit Abflussreiniger getötet: Lange Haftstrafe für Kita-Betreuerin in Frankreich

Weil sie einem Baby Abflussreiniger eingeflößt und es so getötet hat, ist eine ehemalige Kita-Betreuerin in Frankreich zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Die 30-Jährige wurde der Folter mit Todesfolge schuldig gesprochen, wie das Gericht in Lyon am Donnerstag mitteilte. Die Angeklagte hatte während des Verfahrens die Tat gestanden. Sie wies aber den Vorwurf zurück, dass sie das elf Monate alte Mädchen habe töten wollen.

Baby mit Abflussreiniger getötet: Kita-Betreuerin zu 25 Jahren Haft verurteilt

Weil sie einem Baby Abflussreiniger eingeflößt und es so getötet hat, ist eine ehemalige Kita-Betreuerin in Frankreich zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Die 30-Jährige wurde der Folter mit Todesfolge schuldig gesprochen, wie das Gericht in Lyon am Donnerstag mitteilte. Die Angeklagte hatte während des Verfahrens die Tat gestanden. Sie wies aber den Vorwurf zurück, dass sie das elf Monate alte Mädchen habe töten wollen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine 30-jährige Gefängnisstrafe wegen Mordes verlangt.

Textgröße ändern:

Anzeige Bild