Pallade Veneta - Schlichtung in Tarifkonflikt von Bund und Kommunen begonnen

Schlichtung in Tarifkonflikt von Bund und Kommunen begonnen


Schlichtung in Tarifkonflikt von Bund und Kommunen begonnen
Schlichtung in Tarifkonflikt von Bund und Kommunen begonnen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Nach der gescheiterten Tarifrunde für die zweieinhalb Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat die Schlichtung begonnen. Der Schlichtungskommission gehörten von beiden Tarifparteien je zwölf Mitglieder an, hieß es am Montag aus Verhandlungskreisen in Berlin. Der Tagungsort der Schlichtungskommission wird von den Tarifparteien geheim gehalten, die Verhandlungen finden abseits der Öffentlichkeit statt.

Textgröße ändern:

Die Schlichtung wird vom diesmal stimmberechtigten ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) für die Arbeitgeber Bund und Kommunen sowie vom einstigen Bremer Finanzstaatsrat Hans-Henning Lühr für die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Beamtenbund geführt. Lühr legte vor zwei Jahre als damals stimmberechtigter Schlichter einen Einigungsentwurf für den Tarifvertrag öffentlicher Dienst von Bund und Kommunen vor, der von allen Tarifparteien angenommen wurde.

Die Schlichter müssen innerhalb von sechs Werktagen, also spätestes im Verlauf des kommenden Samstags, ein Schlichtungsergebnis vorlegen. Mit der Veröffentlichung der Einigungsempfehlung durch beide Schlichter ist Anfang kommender Woche zu rechnen. Die Wiederaufnahmetarifrunde, bei der die Tarifparteien auf Grundlage des Schlichterspruchs erneut über einen Tarifabschluss verhandeln, ist für den 5. April geplant. Während der Schlichtung gilt Friedenspflicht, Gewerkschaften dürfen nicht zu Arbeitskämpfen aufrufen.

Verdi und Beamtenbund fordern acht Prozent, monatlich jedoch mindestens 350 Euro und die Umwandlung von Überstunden in drei freie Tage. Nach Gewerkschaftsangaben schieben zahlreiche Beschäftigte einen großen Überstundenberg vor sich her, den sie nicht als Freizeit abgelten können, weil bundesweit etwa 570.000 Stellen in der öffentlichen Verwaltung wegen Bewerbermangels nicht besetzt werden können.

Nach übereinstimmenden Angaben von Arbeitgebern und Gewerkschaften gelang in der dritten Tarifrunde eine weitgehende Annäherung in zahlreichen Detailfragen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände erklärte das Scheitern der Verhandlungen und rief die Schlichtung an, weil das Gesamtvolumen einer möglichen Tarifeinigung, das sie auf 15 Milliarden Euro bezifferte, von ihren Mitgliedern als unbezahlbar zurückgewiesen wurde.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

US-Heimatschutzministerin Noem warnt Migranten vor Einreise in die USA

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hat irreguläre Migranten bei einem Besuch in El Salvador davor gewarnt, sich auf den Weg in die USA zu machen - und sich dabei vor einem berüchtigten Gefängnis postiert. "Kommen Sie nicht illegal in unser Land. Sie werden ausgewiesen und strafrechtlich verfolgt", sagte Noem bei einem Besuch in dem Großgefängnis in dem mittelamerikanischen Land, wohin zuletzt aus den USA abgeschobene venezolanische Migranten gebracht worden waren.

Vize-Präsident im Südsudan festgenommen - UN-Mission warnt vor "Bürgerkrieg"

Inmitten anhaltender Gewalt im Südsudan ist der Vize-Präsident des afrikanischen Landes, Riek Machar, festgenommen worden. Ein Konvoi von 20 schwer gepanzerten Fahrzeugen sei in Machars Residenz in der Hauptstadt Juba eingedrungen, wo der Rivale von Präsident Salva Kiir festgenommen worden sei, teilte ein Mitglied seiner Partei am Donnerstag im Onlinenetzwerk Facebook mit. Damit spitzt sich der zuletzt erneut aufgeflammte Konflikt im Südsudan gefährlich zu.

US-Berufungsgericht bestätigt Stopp von Abschiebeflügen auf Grundlage von altem Gesetz

Ein US-Berufungsgericht hat den von einem Bundesrichter angeordneten Stopp von Abschiebeflügen auf Grundlage eines Gesetzes aus dem Jahr 1798 bestätigt. Das Bundesberufungsgericht der Hauptstadt Washington wies am Mittwoch einen Antrag der Regierung von Präsident Donald Trump zurück, den Abschiebestopp aufzuheben.

Palästinensischer Regisseur Ballal: Wurde wegen Oscar-Auszeichnung angegriffen

Der palästinensische Regisseur Hamdan Ballal ist nach eigenen Angaben wegen seiner Auszeichnung mit einem Oscar von israelischen Siedlern angegriffen worden. Die "Brutalität" des Angriffs habe ihm das Gefühl gegeben, "dass es daran lag, dass ich den Oscar gewonnen habe", sagte Ballal am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Ballal war Co-Regisseur des mit einem Oscar ausgezeichneten Dokumentarfilms "No Other Land" und am Montag vorübergehend von israelischen Sicherheitskräften festgenommen worden.

Textgröße ändern: